Petrus lässt die meisten Blitze laut Siemens-Analyse auf Schweinfurt niedergehen. Schon 2014 hatte die Stadt in Unterfranken den Titel der Blitz-Hauptstadt erhalten.

An zweiter und dritter Stelle folgen der Landkreis Rheinisch-Bergischer Kreis in Nordrhein-Westfalen und der oberbayerische Landkreis Weilheim-Schongau. Insgesamt verzeichnete der Informationsdienst für 2018 rund 446000 Blitzeinschläge in Deutschland.

Die geringste Blitzdichte registrierten die Städte Kiel, Potsdam, Schwerin und im Landkreis Lüchow-Dannenberg mit jeweils zwei Blitzeinschlägen. Das Saarland war 2018 das Bundesland mit den meisten gemessenen Blitzen pro Quadratkilometer, am wenigsten blitzte es in Mecklenburg-Vorpommern. Der blitzreichste Tag im Jahr 2018 war der erste Juni mit 34 785 Einschlägen. In Europa ist Kroatien Spitzenreiter im Siemens-Blitzatlas.

„Auch im Jahr 2018 verzeichneten wir relativ wenige Gewitter“, sagte der Leiter des Blitz-Informationsdienstes, Stephan Thern. „Der Jahrhundertsommer voriges Jahr war zu warm, die Wetterlagen waren sehr stabil und die Gewitterfronten fielen nicht so ausgeprägt aus.“

Insgesamt lag der Durchschnittswert für Deutschland bei 1,3 registrierten Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer. Damit steht die Bundesrepublik im Vergleich der Nachbarländer im Mittelfeld. Die gemessenen Blitzdichten in ganz Europa reichen von 0,04 (Irland) bis 7,7 in Kroatien.

Seit 1991 analysiert Siemens die registrierten Blitze und sendet Warnhinweise an die Gewitteralarm-Kunden – zum Schutz von Menschen, Technik und Infrastruktur. Der Blitz-Informationsdienst greift auf rund 160 verbundene Messstationen in Europa zurück und betreut das Messnetz in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Benelux, Tschechien, der Slowakei und Ungarn.