Die Gewerkschaft will mit ihren Aktionen eine Übernahme des bereits im Februar mit Bund und Kommunen abgeschlossenen Tarifvertrags erreichen. Für Sachsen hatte Finanzminister Horst Metz (CDU) eine 1:1-Übernahme abgelehnt. Es würden dem Freistaat allein im laufenden Jahr Mehrkosten in Höhe von 33 Millionen Euro entstehen.
Im Erzgebirgsort Bad Schlema wollen nach den Angaben die Beschäftigten der Straßenbauverwaltung von sechs Uhr an für zweieinhalb Stunden in den Warnstreik treten. Anschließend ist ein Autokonvoi nach Aue geplant. Aufgerufen zu Protestaktionen sind auch die Beschäftigten mehrerer Landesämter im Regierungsbezirk Chemnitz.
"Es ist nicht vertretbar, dass die Landesbediensteten von den Tarifergebnissen des Bundes und der Kommunen abgekoppelt werden", sagte der Sprecher von verdi Sachsen, Jörg Förster. Ein einheitliches Tarifrecht für alle Beschäftigten sichere den Erhalt des Flächentarifvertrages.
Verdi beharrt auf einer 38,5-Stunden-Woche im alten Bundesgebiet und lehnt eine Erhöhung auf 40 Stunden ab. In Sachsen geht es um den Erhalt der 40-Stunden-Woche und das ebenfalls gekündigte Weihnachts- und Urlaubsgeld. Der Freistaat beschäftigt rund 50 800 Angestellte und Arbeiter. (dpa/mb)