Ein EVG-Vertreter hatte am Donnerstagabend in der RBB-Nachrichtensendung "Brandenburg aktuell" erklärt, dass am Standort Cottbus 50 von rund 360 Stellen und in Wittenberge 200 von mehr als 700 Arbeitsplätzen auf dem Spiel stünden. Die Bahn wollte das auf Nachfrage nicht kommentieren. Zuletzt war bekannt geworden, dass der Konzern stärker auf mobile Instandhaltung setzen will.

Im Cottbuser Lok-Instandhaltungswerk, wo nach Betriebsratsangaben rund 530 Menschen arbeiten, ist schon länger ein drohender Arbeitsplatzabbau im Gespräch. Ob es jemals dazu kommt, ist ungewiss.

Es gibt drei Instandhaltungswerke in Brandenburg - in Wittenberge, Cottbus und Eberswalde. Die Bahn will dieses Werk mit 350 Mitarbeitern Ende kommenden Jahres schließen. Das Land Brandenburg macht sich allerdings für den Verkauf an einen Investor stark.

Brandenburg hatte zuvor angekündigt, bald Gespräche mit zwei potenziellen Investoren aufzunehmen. Nach Medieninformationen handelt es sich dabei um die Deutsche Eisenbahn Service AG (Desag) aus Putlitz in der Prignitz und die Münchner Quantrum Capital AG. Dieses Unternehmen hat im vergangenen Jahr bereits die WBN Waggonbau Niesky GmbH in Ostsachsen von der Deutschen Bahn übernommen.