Die höheren Beiträge zur Pflegeversicherung aufgrund des freien Tages kosteten jeden sächsischen Arbeitnehmer im Schnitt zehn Euro im Monat. Der eine freie Tag stehe somit in keinem Verhältnis zu den Mehrkosten. Die höheren Beiträge müssten im Übrigen auch jene Sachsen zahlen, die in anderen Bundesländern arbeiteten und deswegen am Buß- und Bettag nicht frei hätten.

Schlimbach betonte, seine Organisation habe nichts gegen den Buß- und Bettag als Kulturgut. Aus gewerkschaftlicher Sicht sei das Grundproblem aber, dass damals zum Ausgleich für den freien Tag auf die Arbeitnehmer erstmals Sozialversicherungskosten abgewälzt worden seien. Die Arbeitgeber müssten dagegen keine zusätzlichen Kosten tragen, weshalb sie kein Interesse an der Abschaffung des Feiertages hätten, sagte Schlimbach.