"Die vom Potsdamer Bildungsministerium geplante Zeitschiene, schon 2016 die Lehrpläne in Kraft zu setzen, ist viel zu früh." Die neuen Rahmenlehrpläne sehen zum Beispiel vor, dass in den Klassen fünf und sechs statt Geschichte und Geographie das neue Fach Gesellschaftswissenschaften unterrichtet wird. Dagegen hatte etwa der Verband der Geschichtslehrer protestiert.

Bildungsminister Günter Baaske (SPD) hatte nach einer parlamentarischen Anfrage der AfD-Fraktion erklärt, der Plan liste verbindliche Inhalte in allen Fächern auf und bilde eine wesentliche Grundlage für das "lebenslange Lernen unserer Kinder und Jugendlichen". Aus Sicht von Fuchs sind die Schulen personell "nicht so aufgestellt, dass wir die Neuregelung verkraften können." Für die betroffenen Lehrer benötige es dringend mehr Möglichkeiten zur Fortbildung und Qualifizierung. "In nur einem Jahr ist das nicht zu schaffen", sagte Fuchs gegenüber der RUNDSCHAU.

"Wir haben große Ersatzbedarfe und Neueinstellungen an den Schulen - da können wir nicht schon wieder anfangen, grundlegende Änderungen vorzunehmen." Die neuen Konzepte seien weder personell noch materiell abgesichert.