Das war das Todesurteil für den 29-Jährigen, der zuvor von einer sechsköpfigen Gruppe Jugendlicher an einem einsamen Feldweg bei Alt Mahlisch (Märkisch Oderland) zusammengeschlagen und ausgeraubt worden war.
Zwei der mutmaßlichen Täter, Matthias R. (23) und Stefan K. (25), nahmen die Verfolgung auf. „Der darf nicht am Leben bleiben, sonst fliegt alles auf“, lautete die Devise. Sie holten ihr schwer angeschlagenes Opfer auf dem Rapsfeld schnell ein und töteten ihn gnadenlos mit mehr als 30 Messerstichen.

Wegen des brutalen Mordes an Roland Masch sitzen die sechs mutmaßliche Täter im Alter zwischen 19 und 26 Jahren seit gestern auf der Anklagebank des Frankfurter Landgerichtes. Fünf Männer sind nach Angaben von Oberstaatsanwalt Hartmut Oeser alle „stramm rechts“ orientiert. Die Anklage klingt schier unglaublich. Das spätere Opfer hatte die jungen Leute nach dem Diskobesuch offensichtlich selbst angesprochen. Der angetrunkene Dachdecker suchte eine Mitfahrgelegenheit in seinen Heimatort Dolgelin. Zunächst lehnte die aus Fürstenwalde stammende Gruppe ab – ihr Zuhause lag genau in entgegengesetzter Richtung. Doch dann kamen vier von ihnen überein, den arglosen Masch noch betrunkener zu machen, ihn auszurauben und danach auszusetzen.


Als der 29-Jährige sich später an dem einsamen Feldweg weigerte, aus dem Auto zu steigen, begann die Gewaltorgie. Vier Männer schlugen ihn mit Fäusten und mit einem Axtstiel nieder, traten mit den Füßen nach dem bereits am Boden liegenden Mann. Dann untersuchten sie Maschs Geldbörse, die keinen Cent mehr enthielt. Als das Opfer floh, hetzte der 21-jährige Maik W. laut Anklage die beiden Vollstrecker hinterher. Vor Gericht bestätigt der als rechter Rädelsführer in Fürstenwalde bekannte Maik W. die wesentlichen Anklagepunkte, schwächt seine Tatbeteiligung jedoch ab. Die beiden der eigentlichen Tötung bezichtigten Männer schwiegen dagegen. Gesprächiger zeigte sich die 23-jährige Silvana M.: „Ich sollte die Klappe halten, sonst würde mir das Gleiche passieren“, erzählt die schwangere Fürstenwalderin. Mehrfach soll sie von ihren früheren Kumpanen unter Druck gesetzt und misshandelt worden sein.