Diese 19 Fälle waren lediglich die rechtsmotivierten Tötungsdelikte - "versuchte" und "vollendete", wie es in der Polizeistatistik heißt.

Andere kommen hinzu, etwa von Linksextremen oder ausländischen Gruppen. Die Zahl der versuchten und tatsächlichen Tötungen, die politisch motiviert waren, verdoppelte sich 2016 im Vergleich zum Vorjahr - auf mehr als 40 Fälle.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat nicht wirklich gute Nachrichten dabei, als er an diesem Montag in Berlin neben der allgemeinen Verbrechensstatistik für 2016 auch die Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität im vergangenen Jahr vorlegt. Die habe zum vierten Mal einen Höchststand erreicht - mit gut 41 000 Straftaten, sagt de Maizière. "Das ist inakzeptabel." Vor allem die große Brutalität, mit der vorgegangen werde, mache fassungslos.

Die Zahl der rechten Gewalttaten legte 2016 um mehr als 14 Prozent zu. Fast 1400 Körperverletzungen mit rechtsextremem Hintergrund waren darunter. Die Zahl der rechten Straftaten insgesamt stabilisierte sich auf Rekordniveau - bei rund 23 500. In der linken Szene ging es im vergangenen Jahr etwas ruhiger zu: Die Zahl der Straftaten blieb in etwa gleich (9389), die Zahl der linken Gewaltdelikte ging fast um ein Viertel zurück auf 1702.

Ausführlich Seite 10