In der Berliner S- und U-Bahn gab es bis Sonntagabend weitere vier Übergriffe. Ein 22-Jähriger wurde am S-Bahnhof Schöneweide von zwei Männern brutal zusammengeschlagen. Zudem ging in der S-Bahn ein Mann mit einem Messer auf einen 38-Jährigen los. Ein Pärchen (20 und 21 Jahre alt) wurde von mehreren Unbekannten in der U-Bahn angegriffen und verletzt. Mehrere Passanten schauten laut Polizei tatenlos zu. Bei einem weiteren Angriff in der U-Bahn wurde ein 17-Jähriger von einem 18 Jahre alten Mann attackiert. In diesem Fall stellte sich ein 23-Jähriger schützend zwischen Opfer und Täter und sah sich nun selbst Schlägen ausgesetzt. Der Täter war kurzzeitig in Haft, ist aber wieder auf freiem Fuß.

Die Fahrgäste sind zunehmend verunsichert. Die Politik debattiert über die Sicherheit im Nahverkehr. In der Berliner U- und S-Bahn war es in den vergangenen Monaten wiederholt zu gewalttätigen Übergriffen gekommen, bei denen zahlreiche Menschen verletzt wurden.

Auch die Serie der Brandanschläge auf Fahrzeuge reißt nicht ab. Gleich in mehreren Stadtteilen standen mindestens sechs Autos in Flammen. Damit brannten in Berlin in diesem Jahr mehr als 630 Autos. Unterdessen zeigt sich der Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, besorgt über die Anschlagsserie. „Die Menschen werden massiv verunsichert“, so Ziercke.

Die Polizei ermittelt zudem in einem Mordfall: Eine 23-jährige Frau wurde vermutlich von ihrem Mann erstochen.

Hinzu kommen zwei Unglücksfälle. Ein 41-Jähriger wurde von einem Betrunkenen überfahren. Außerdem wurde ein 29-jähriger Radfahrer von einer Straßenbahn überfahren.