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| 01:37 Uhr

Gewalt begleitet Bhutto-Begräbnis in Pakistan

Islamabad.. Begleitet von Gewalt im ganzen Land ist gestern die ermordete pakistanische Oppositionsführerin Benazir Bhutto beigesetzt worden.


Zehntausende Trauernde drängten sich nahe des Mausoleums in der Sindh-Provinz, wo Bhutto neben ihrem Vater beerdigt wurde, berichtete die britische BBC aus Islamabad. Der Sarg war in die Flagge ihrer Partei, der Pakistanischen Volkspartei, gehüllt. Bei Unruhen in mehreren Landesteilen starben nach offiziellen Angaben mindestens 32 Menschen. Allein in Bhuttos Heimatprovinz Sindh gab es 23 Tote.
Die ehemalige Ministerpräsidentin des Landes war am Donnerstag nach einer Wahlkampfveranstaltung bei einem Anschlag getötet worden. Nach Medienberichten bekannte sich das Terrornetz Al Qaida zu dem Anschlag. Nach Angaben der pakistanischen Regierung sollen die Parlamentswahlen wie geplant am 8. Januar stattfinden. Allerdings solle die Frage noch mit anderen Parteien des Landes erörtert werden, hieß es.
Zu der Beerdigung waren auch Bhuttos Ehemann Asif Ali Zardari und ihre drei Kinder nach Pakistan gereist. In Sprechchören machten Bhuttos Anhänger Präsident Pervez Musharraf für die Ermordung der 54-Jährigen verantwortlich. Die Sicherheitskräfte erhielten den Befehl, auf Randalierer zu schießen. In Hyderabad eröffnete die Polizei das Feuer, nachdem Banken, Geschäfte und Autos in Brand gesetzt worden waren. (epd/roe)