November. Der Film, der keiner ist, zeige einen Tag im Leben von Panahi, der in seiner Heimat in monatelangem Hausarrest auf seine Verurteilung warten musste, teilte die Berlinale am Montag mit.

Der regimekritische Filmregisseur Panahi war in diesem Jahr Mitglied der Berlinale-Jury, durfte aber nicht ausreisen.

Gestohlener libyscher Kunstschatz in Ägypten

Wertvolle, während der Revolution in Libyen gestohlene Kunstschätze sollen sich nach Informationen der BBC in Ägypten befinden. Wie der britische Nachrichtensender am Montag berichtete, seien mehr als 7000 antike Münzen und andere Altertümer im Mai während der andauernden Kämpfe zwischen libyschen Regierungstruppen und Rebellen aus einer Bank in Bengasi geraubt worden. Mehrere Hundert Münzen seien nun nach Angaben des libyschen Nationalen Übergangsrats in Ägypten aufgetaucht. Die als „Schatz von Bengasi“ bekannte Sammlung von antiken Münzen, Statuetten und Schmuckstücken bestand aus mehr als 10 000 Stücken.

Ansturm auf da-Vinci-Gemälde

Einen Ansturm von Kulturinteressierten hat zu Wochenbeginn das Berliner Bode-Museum erlebt. Am Montag wurde dort zum letzten Mal das Gemälde „Die Dame mit dem Hermelin“ von Leonardo da Vinci (1452-1519) in der Hauptstadt gezeigt. „Bereits gegen 9 Uhr, eine Stunde vor Öffnung, mussten wir die Warteschlange schließen, weil der Andrang zu groß war“, sagte eine Sprecherin von Museum & Service. Bis zum Pergamonmuseum hätten die Wartenden angestanden, was rund 200 Meter sind.

Zmijewski-Film aus Ausstellung entfernt

Nach Protesten hat der Berliner Martin-Gropius-Bau einen Kurzfilm des international bekannten polnischen Künstlers Artur Zmijewski (45) aus der Ausstellung „Tür an Tür: Polen – Deutschland“ entfernt. Zmijewski hatte auch in einer einstigen KZ-Gaskammer gedreht.

Museumsdirektor Gereon Sievernich sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Aus Respekt vor den Opfern der Konzentrationslager und deren Nachfahren haben das Königsschloss Warschau, unser Partner, und der Martin-Gropius-Bau sich entschieden, das Werk nicht (mehr) zu zeigen.“

In Zmijewskis knapp fünf Minuten langem Videofilm „Berek“ (Fangspiel, 1999) spielen nackte Männer und Frauen unter anderem in einer früheren KZ-Gaskammer Fangen. Laut Ausstellungskatalog hat das Werk die Absicht, „eine psychotherapeutische Erinnerung an die traumatischen Erlebnisse zu bewirken, um das Geschehene zu überwinden“.