Im Inselstaat Samoa jedenfalls haben sie jetzt beschlossen, einen Tag einfach ausfallen zu lassen. Der 30. Dezember 2011 findet nicht statt. Im Klartext: Gestern war in Samoa zwar gestern. Aber heute ist dort schon morgen. Hintergrund ist eine Eigenheit der Inselbewohner: Sie wechseln die Zeitzonen wie andere Völker die Unterwäsche. Es ist gerade mal 120 Jahre her, als die Samoaner, deren Heimat direkt an der internationalen Datumsgrenze liegt, schon mal ihr Glück auf der anderen Seite des 180. Längengrades versuchten - weil sie sich wirtschaftliche Vorteile von der zeitlichen Nähe zu den Vereinigten Staaten versprachen. So ganz ist das Kalkül wohl nicht aufgegangen. Inzwischen jedenfalls erscheinen den Samoanern erleichterte Geschäftskontakte nach Neuseeland, Australien und Asien attraktiver - so attraktiv, dass sie den Sprung zurück in die Zukunft wagen und dafür einen Tag opfern. Die Entschädigung folgt aber auf dem Fuße: Dank der neuen Zeitrechnung gehören die Inselbewohner ab sofort weltweit zu den Ersten, die aufs neue Jahr anstoßen dürfen.