Die Tanzkurse für Schüler hingegen nehmen immer mehr ab. "Die Steigerung bei den Paarkursen ist gewaltig", sagte der Vorsitzende des Regionalverbandes Ost im Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband (ADTV), Jürgen Schimmel, aus Chemnitz. "Früher waren 80 Prozent der Tanzschüler Jugendliche und 20 Prozent Erwachsene. Jetzt ist es genau umgekehrt."
Das liege unter anderem daran, dass es jetzt weniger Schüler gebe, sagt Schimmel. Zudem habe sich das Freizeitverhalten der Jugendlichen geändert. Kindertanzkurse hingegen lägen wieder voll im Trend. Laut Schimmel ist die Zahl der ADTV-Tanzschulen landesweit seit der Wende um rund zehn Prozent auf 46 gestiegen. Zudem seien viele freie Tanzschulen entstanden, was vom ADTV nicht immer mit Wohlwollen gesehen werde. "Da unterrichten oft Lehrer, die keine gute Ausbildung hatten", warnt Schimmel.
Auch die Zahl der Tanz-Clubs hat zugenommen. "1990 gab es 28 Vereine mit rund 2200 Mitgliedern", sagte der Präsident des Landestanzsportverbandes Sachsen, Dietrich Rupp. Jetzt seien es 45 Clubs mit mehr als 4000 Tänzern. Neben Dresden sei vor allem Leipzig eine Tanzhochburg. Mit dem Paar Blanca Ribas Turon und Christoph Kies stellt der TSC Excelsior Dresden die aktuellen Amateur-Weltmeister in der Kombination von Standard und Latein. (dpa/mb)