Nach Überzeugung der Richter brachte der gelernte Maurer seine Mutter im August 2002 mit 28 Messerstichen um. Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Jahre Haft gefordert, der Vertreter der Nebenklage plädierte auf zwölf Jahre. Der Verteidiger des bis zuletzt schweigenden Angeklagten beantragte eine Freiheitsstrafe von deutlich unter zehn Jahren.
Bei den polizeilichen Vernehmungen hatte der Sohn die Tat eingeräumt (die RUNDSCHAU berichtete). Er habe sich von seiner Mutter als jüngstes von fünf Kindern schlecht behandelt gefühlt, gab er zur Begründung an. Die Beweisaufnahme vor Gericht ergab jedoch, dass der 32-Jährige der Liebling seiner Mutter war. "Das jüngste Kind wurde von ihr besonders gehegt und gepflegt. Und gerade durch dieses Kind fand sie den Tod", sagte Staatsanwältin Annette Bargenda in ihrem Plädoyer.
Der obdachlose Sohn hatte die 59-Jährige in ihrer Küche brutal mit einem Küchenmesser attackiert. Danach ging er in eine Gaststätte und rief selbst die Polizei. (dpa/ta)