Es wies die Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichtes Königs Wusterhausen zurück, ließ aber die Revision zum Bundesgerichtshof zu. Dieser Teil des Flugplatzgeländes diene nicht "der öffentlichen Kommunikation", so das Gericht.

Kläger war der Berliner Jesuitenpater Christian Herwartz, der sich seit Jahren gegen Abschiebehaft für Flüchtlinge und Flughafen-Schnellverfahren einsetzt. Nach einer Mitteilung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg will Herwartz den Klageweg weiter beschreiten. Die Mahnwache im Rahmen der interkulturellen Woche soll nun vor den Toren des Flughafengeländes stattfinden.

Auf dem im Bau befindlichen Flughafen wurde ein Flüchtlingsgewahrsam eingerichtet. Dort sollen Menschen untergebracht werden, die nicht mit korrekten Papieren einreisen. Innerhalb von zwei Tagen sollen dann ihre Asylanträge geprüft, Widersprüche gegen die Entscheidung innerhalb von zwei Wochen bearbeitet werden. Kirchen und Flüchtlingshilfe-Organisationen lehnen dieses Schnellverfahren wegen des hohen Fehlerrisikos ab.

Da der BER noch nicht in Betrieb ist, wird der fertiggestellte Gewahrsam nicht benötigt. Zurzeit werden die Plätze dort zur Unterbringung von Flüchtlingen aus der überfüllten Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt genutzt.