1918: Georgien erklärt sich zur unabhängigen "demokratischen Republik".
1921: Truppen der Roten Armee besetzen das Land. Georgien wird Sowjetrepublik.
1922: Das Land wird mit Armenien und Aserbaidschan zur Transkaukasischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (SFSR).
1924: Bei der Niederschlagung eines Aufstands gegen die Politik in Georgien kommt es zu mehreren Tausend Toten.
1936: Nach dem Ende der SFSR wird Georgien Teil der Sowjetunion. Ossetien, Abchasien und Adscharien erhalten einen Sonderstatus.
1989: In Tiflis geht das sowjetische Militär gegen friedliche Demonstranten vor, dabei sterben mindestens 20 Menschen. In Südossetiens kommt es zu Kämpfen zwischen Georgiern und Osseten.
1991: Im April erklärt Georgien seine Unabhängigkeit. Im Mai wird Swiad Gamsachurdia zum Präsidenten gewählt. Ende des Jahres erklärt sich Südossetien für unabhängig.
1992: Blutiger Aufstand gegen Gamsachurdia, der nach Russland flieht. Nach der Unabhängigkeitserklärung Abchasiens marschieren dort im August georgische Truppen ein. Ein Bürgerkrieg beginnt. Im Oktober wird Eduard Schewardnadse Staatspräsident.
1993: Niederlage der georgischen Streitkräfte in Abchasien. Im Folgejahr wird ein Waffenstillstand geschlossen.
1998: In Abchasien kommt es zu neuen Zusammenstößen.
2004: Der Konflikt um Südossetien eskaliert erneut. Später wird ein Waffenstillstand vereinbart. Nur eine russisch-georgisch-ossetische Friedenstruppe soll in Südossetien bleiben.
2006: Die Bevölkerung in Südossetien stimmt für die Unabhängigkeit. Georgien erkennt die Volksabstimmung nicht an. Russland als Schutzmacht Südossetiens rät, das Ergebnis ernst zu nehmen.
2008: In Südossetien spitzt sich die Lage zu. Es kommt zu den seit Jahren schwersten Feuergefechten mit mehreren Toten. Mittlerweile ist von "Krieg" die Rede.