Nach zwei Explosionen an einer Landstraße in der vergangenen Woche wird seit Dienstag intensiv nach weiterer Munition gesucht.

"Wir wissen nicht genau, was auf uns zukommt", sagt der Technische Leiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, Horst Reinhardt am Dienstag. Ziel sei es, möglichst nur einen Mann vor Ort einzusetzen. Vor dem Einsatz des mit dicken Stahlplatten ausgestatteten Spezialbaggers mussten Bäume gefällt werden. Eine Stromleitung wurde extra verlegt. Bei den Arbeiten wurde eine Wasserleitung beschädigt. Einige Grundstücke müssen nun zunächst ohne Wasser auskommen.

Ein Sprengmeister gibt aus sicherer Entfernung - von einem Stahlcontainer aus - dem Baggerfahrer Anweisungen. Der Spezialist in der mit Panzerglas gesicherten Kabine bewegt den Greifarm, um mit der Baggerschaufel die Erde des Kraters abzutragen.

Die Stelle liegt auf einer Spree-Insel, nicht weit vom einst heftig umkämpften Flugplatz und der Bahnlinie Berlin-Görlitz entfernt. Wegen Lebensgefahr ist das Gelände um den Bombentrichter im Umkreis von mehreren Hundert Metern abgesperrt. "Während der Suche müssen zwölf Bewohner in zwei Mehrfamilienhäusern ihre Wohnungen verlassen", sagt Bürgermeister Dieter Perko (CDU).

Die Polizei stellte unterdessen klar, dass Neuhausen am Montag nicht zum Sperrgebiet erklärt worden ist. Eine entsprechende Meldung der Nachrichtenagentur dpa, die auch in einer Teilauflage der RUNDSCHAU vom Dienstag zu lesen war, entbehre jeder Grundlage.