Mit einer landesweiten Nacht der Wolfswachen wollen Landwirte, Jäger und andere Teilnehmer auf Gefahren für Tiere aufmerksam machen. Am Freitagabend sollen dazu an insgesamt 21 Standorten in Brandenburg und Berlin Feuer brennen. Die Aktion richte sich gegen die Untätigkeit der Landesregierung, die die Weidetiere der Landwirte nicht ausreichend vor Wolfsangriffen schütze, sagte der Geschäftsführer des Bauernbunds Brandenburg, Reinhard Jung.

Die Ende vergangenen Jahres im Umweltministerium angenommene „Wolfsverordnung“ habe bislang keine Veränderungen der Situation gebracht, kritisierten die im Forum Natur organisierten Verbände. Vielmehr steige die Zahl der Angriffe von Wölfen dramatisch.

Für Aufregung sorgte Anfang der Woche auch eine Entscheidung des Brandenburger Umweltamtes. Die Behörde lehnte den Antrag eines Landwirtes ab, der die Tötung eines auffälligen Wolfsrudels in Potsdam-Mittelmark gefordert hatte. Das Dobbrikower Wolfsrudel habe im vergangenen Jahr zwei Mal Herdentiere gerissen, hatte der Antragsteller argumentiert. Der Bauernbund bezeichnete die Entscheidung des Landeamtes als inakzeptabel.

Der BUND Brandenburg begrüßte hingegen die Ablehnung. Damit habe das Landesamt „Rückgrat im Umgang mit den Wölfen bewiesen“. Die Wolfsverordnung stelle ganz klar dar, unter welchen Bedingungen ein Wolf in Brandenburg geschossen werden darf, so BUND-Landesvorsitzender Carsten Preuß.

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