"Damit können beide Länder ihren Weg hin zu einer gemeinsamen Bildungsregion konsequent fortsetzen", sagte Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) beim Festakt. Ab 2010 soll in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch ein gemeinsames Zentralsbitur abgelegt werden. Auch die Prüfungen nach der 10. Klasse sollen künftig einheitlich werden. "Es gibt kein brandenburgisches Englisch oder eine Berliner Mathematik", sagte Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD). Die Schüler würden nach denselben Standards unterrichtet. Deshalb sei ein gemeinsames Institut sinnvoll. Eine Weiterbildung der Schulleiter soll ebenfalls auf dem Programm stehen. Die Eigenverantwortung der Schulen nehme in Zukunft zu, dafür müssten die Direktoren qualifiziert werden, sagte Zöllner.
Das Lisum ist das bundesweit das erste pädagogische Landesinstitut, das für zwei Länder arbeitet. Die Behörde mit einem Jahresetat von 7,6 Millionen Euro beschäftigt rund 90 Mitarbeiter. 70 aus der Praxis abgeordnete Lehrer entwickeln Lehrpläne und entwerfen Prüfungsaufgaben und Vergleichstests. (dpa/mm/roe) Internet: www.lisum.de