Das erklärte Minister Karl-Heinz Schröter (SPD) nach einem Gespräch mit der Verbandsspitze. Es gebe aber keine Gewähr, dass das so bleibe. Im Vorjahreszeitraum waren es 180 Fälle.

Laut Bauernverbandspräsident Henrik Wendorff haben die Landwirte nicht nur unter dem wirtschaftlichen Wert der gestohlenen Tiere zu leiden. Produktionsausfälle kämen hinzu. Es würden nun spezielle regionale Beratungen angeboten, unter anderem zur IT-Sicherheit. Da oftmals besonders hochwertige Tiere gestohlen werden, bestehe der Verdacht, dass sich die Täter Zugriff zu den Computersystemen verschafft haben.

"Das ist in jedem Fall der richtige Weg", sagte der Lausitzer Landwirt Lothar Müller nach dem Spitzengespräch, bei dem er als Vorstandsmitglied des Kreisbauernverbandes Spree-Neiße dabei war. "Die Diebstähle von Vieh und Technik machen uns seit Jahren zu schaffen. Die Aufklärung kann man nicht allein der Polizei überlassen", weiß Müller und spricht von einer "neuen Qualität in Richtung Sicherheitspartnerschaften". Auf die Nachfrage, "dass wir als Landwirte der Polizei ungewöhnliche Fahrzeugbewegungen melden", habe Landespolizeipräsident Hans-Jürgen Mörke signalisiert, dass das "ganz wertvolle Hinweise" seien. Müller begrüßte auch Überlegungen zur Verständigung mit Jägern vor Ort. "Denn die Diebstähle werden ein Dauerbrenner bleiben."