Der von Landesabstimmungsleiter Peter Kirmße erhobene Vorwurf des Stimmenkaufs (die RUNDSCHAU berichtete) sei unbegründet, erklärte gestern der Präsident des Gemeindetages, Karsten Kuhl. Versprochen worden seien lediglich "Aufwandsentschädigungen", betonte Kuhl in dem Schreiben an Kirmße.
Der Gemeindetag hatte am 28. Januar angekündigt, für jede 100. Unterstützungsunterschrift bei dem seit November laufenden Volksbegehren ein "Kopfgeld" von 100 Euro zu zahlen. Kuhl erläuterte, den Bürgern sollte lediglich Hilfe etwa bei der Bildung von Fahrgemeinschaften gewährt werden. Die Eintragungsstellen für das Volksbegehren seien zum Teil bis zu 30 Kilometer von den Wohnorten entfernt. "Da wir natürlich nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung haben, wählten wir den Slogan 100 mal 100", heißt es in dem Brief.
"Dagegen waren die Kopfgelder des Landes für die Gemeindefusionen tatsächlich lupenreiner Stimmenkauf; damit wurden die Gemeinderäte und die Bürger geködert", betonte Kuhl. (dpa/ta)