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| 02:33 Uhr

Geldvermögen wächst trotz Minizinsen

Die Deutschen trotzen den Mini-Zinsen.
Die Deutschen trotzen den Mini-Zinsen. FOTO: dpa
Frankfurt/Main. Die Menschen in Deutschland werden trotz der mickrigen Sparzinsen in der Summe immer vermögender. Nach vorläufigen Berechnungen der DZ Bank dürften die Geldvermögensbestände der privaten Haushalte im vergangenen Jahr um knapp 230 Milliarden Euro auf gut 5,7 Billionen Euro gestiegen sein. dpa/roe

Dass der Anstieg mit 4,1 Prozent nur leicht unter dem des Vorjahres (plus 4,8 Prozent) lag, erklärten die Volkswirte des genossenschaftlichen Spitzeninstituts in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Studie zum Großteil mit Wertzuwächsen bei Aktien und Fonds.

Die "Jahresend-Rally im Dezember" habe "für ordentliche Kursgewinne und damit für die wenigen Lichtblicke des Anlagejahres 2016" gesorgt. Neben Kursgewinnen habe vor allem "der anhaltende Sparfleiß der Bürger" für den Aufbau des Geldvermögens gesorgt.

Die Ökonomen des Frankfurter Instituts gehen davon aus, dass die Sparquote im abgelaufenen Jahr erneut leicht von 9,7 Prozent auf 9,8 Prozent gestiegen ist - heißt: Von 100 Euro verfügbarem Einkommen werden 9,80 Euro auf die hohe Kante gelegt. "Offenbar lassen sich die privaten Haushalte in Deutschland nicht durch das Extrem-Niedrigzins-Niveau entmutigen", heißt es in der Studie.

Begünstigt wurde die Sparneigung zusätzlich von der positiven Einkommensentwicklung: Nach DZ-Bank-Einschätzung dürften die nominal verfügbaren Einkommen 2016 binnen Jahresfrist um gut 2,5 Prozent gestiegen sein - ohne größere Kaufkraftverluste durch Inflation. Die Krux: Gerade die bei vielen Deutschen beliebten klassischen Sparprodukte wie Tages- und Festgeld werfen kaum noch etwas ab.