November 2015 eine Bierflasche in die Fenster der Jüdischen Synagoge in der Cottbuser City geworfen hat. Dabei gingen Scheiben zu Bruch.

Die Frau wurde zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen (zu je zehn Euro) und zur Zahlung der Kosten der Reparatur an der Synagoge sowie des Verfahrens verurteilt.

Damit folgte der Richter im Wesentlichen dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Es sei die Gesamtschau auf Spuren und Indizien, betonte der Richter, die zu der Überzeugung geführt hätten, dass Jessica M. die Flaschenwerferin ist. Verteidiger Christian Nordhausen hatte auf Freispruch plädiert.

"Wenn Sie getrunken haben, machen Sie Blödsinn", fasste der Richter in der Urteilsbegründung zusammen, was den bisherigen Lebensweg von Jessica M. begleitete: Die Ausnüchterungszelle der Polizei ist ihr gut bekannt. Mehrfach war sie seit 2011 im Visier der Ermittler. So hatte sie - unter Alkoholeinfluss - mit einem Bekannten vom alten Fabrikgebäude in der Briesmann-/Ecke Ostrower Straße Dachsteine heruntergeworfen, wobei ein Auto getroffen und eine Person verletzt worden waren.

Der Flaschenwurf auf die Synagoge lässt nach Einschätzung von Staatsanwalt Ruprecht Pfeffer Parallelen erkennen. Mit einer Bekannten sei sie - mit 1,79 Promille Alkohol im Blut - in der Tatnacht am Schlosskirchplatz aufgegriffen worden. An der Bierflasche war ihre DNA nachgewiesen worden und an ihrer Kleidung identische Glaspartikel vom Fenster.