Von Jurks Fahrer würden wegen Beihilfe zur Amtsanmaßung 750 Euro verlangt, hieß es weiter. Jurk hatte vor mehr als neun Monaten bei einer Fahrt in seinem Dienstwagen einen 57-jährigen Motorradfahrer auf der Autobahn 13 zwischen Berlin und Dresden mit einer Haltekelle an einer Autobahnabfahrt herausgewunken. Er und sein Fahrer hätten sich von dessen "auffälliger Fahrweise" genötigt und provoziert gefühlt, hieß es damals. Der sächsische SPD-Chef bezeichnete den als "Kellenaffäre" bekannt gewordenen Vorgang später selbst als "Dummheit" und entschuldigte sich bei dem Motorradfahrer. Jurk selbst sprach am Donnerstag vom "nächsten Schritt in einem rechtsstaatlichen, aber inzwischen doch sehr langen Verfahren". Zuletzt hatte die Staatsanwaltschaft die Aufhebung von Jurks Abgeordnetenimmunität beantragt. ddp/das