Im vergangenen Jahr habe es nur noch zwölf Überfälle gegeben, während es 1996 noch 108 gewesen seien. Als Grund nannte Schönbohm unter anderem eine "vorausschauende Einsatzkonzeption" sowie eine "effektive" Zusammenarbeit der Bundesländer.
Eine solche Kooperation habe "maßgeblich" zu der Aufklärung einer der bundesweit größten Banküberfallserien der Nachkriegszeit durch die so- genannte Schlapphut-Bande beigetragen. Ihren Mitgliedern, die bei den Überfällen entsprechende Hüte getragen haben, werden 52 Straftaten in mehreren Bundesländern zur Last gelegt - 21 davon in Brandenburg. Erst kürzlich hatte das Potsdamer Landgericht zwei Männer zu Haftstrafen von neun und elf Jahren verurteilt. An der Ergreifung der Bande waren laut Schönbohm bis zu 1000 Beamte beteiligt. Insgesamt sollen 3,6 Millionen Euro erbeutet worden sein.
Zu der Höhe des Gesamtschadens, der jährlich durch Raub in Brandenburgs Banken, Sparkassen und Postfilialen entsteht, wollte sich das Innenministerium aus Sicherheitsgründen nicht äußern. Schönbohm lobte außerdem die präventive Zusammenarbeit von Polizei und Geldinstituten. (dpa/mb)