Die Polizei in Brandenburg warnt derzeit vermehrt vor dubiosen Anrufen, bei denen sich die Täter als Kriminalpolizisten ausgeben. Diese ermitteln angeblich gegen eine Einbrecherbande. Auf diese Weise versuchen sie, das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen und so an Informationen zu Lebensumständen und Kontostand zu kommen. Sie fordern die Betroffenen auf, Geld vom Konto abzuheben, um es angeblich in Sicherheit zu bringen, teilt die Polizei Brandenburg mit.

In den aktuellen Fällen erschien im Telefondisplay eine manipulierte Rufnummer von der örtlichen Polizeidienststelle. Das Präsidium weist darauf hin, dass die Polizei keine privaten Dienstleister mit Sicherheitsberatungen beauftragt.

Bereits seit vielen Jahren ein Problem ist der "Enkeltrickbetrug". "Aber die Täter werden immer rabiater", sagt Kathlen Zink vom Landeskriminalamt Sachsen. So werden jetzt vermehrt Schock-Anrufe registriert. Die Täter behaupten, dass beispielsweise der Enkel in ein Strafverfahren verwickelt sei und sich in polizeilichem Gewahrsam befindet. Das geforderte Geld für die Haftentlassung wird dann von einer Person im Auftrag des Gerichts oder einer Behörde kurzfristig abgeholt. "Hier wird versucht, mit einer anderen Masche das gleiche Ergebnis zu erzielen", sagt Zink. Die Schadenssumme durch Enkeltrickbetrüger ist in den vergangenen Jahren erheblich angestiegen. Nach den jüngsten Zahlen wurden allein in Sachsen die Opfer solcher Telefonate um rund 380 000 Euro gebracht.

So tricksen die Geldbetrüger