Und ein Rotterdamer Soziologe veröffentlicht seit einigen Jahren eine "Welt-Datenbank des Glücks". Kein Wunder also, dass auch hierzulande nicht locker gelassen wird herauszufinden, wie es tatsächlich um das Wohlbefinden der Bürger steht. So hat der Münsteraner Wirtschaftswissenschaftler Ulrich van Suntum jüngst das erste Glücks-Bruttoinlandsprodukt (Glücks-BIP) errechnet. Die klassischen Wohlstandsfaktoren wie Einkommen und Vermögen ergänzte er durch die Indikatoren wie Arbeitsplatzsicherheit, Einkommensverteilung, Gesundheit und Familienstatus. Van Suntums Fazit: Die Lebenszufriedenheit der Deutschen ist nicht an das BIP-Wachstum gekoppelt. Denn mit dessen Anstieg in den untersuchten Jahren von 1991 bis 2008 um durchschnittlich 4,4 Prozent hielt das Glücksgefühl nicht stand. Das Wohlbefinden der Deutschen richtet sich weniger nach dem Geld als nach dem Arbeitsplatz und sozialer Sicherheit. Damit bestätigt der Forscher lediglich eine Volksweisheit, wonach Geld allein nicht glücklich macht. Aber Glücks-BIP klingt natürlich besser.