Sie erinnern sich, der Parteitag der Grünen, auf dem die Basis der Führung kräftig einheizte. Der Urheber war Robert Zion. Und zwar mit einfachen Worten, die jeder Delegierte verstand: "Der Bundesvorstand hat uns den Vorschlag gemacht, keinen Vorschlag zu machen. Diese Blamage dürfen wir uns nicht leisten", sagte Zion, und der Vorstand war blamiert. Für Otto-Normal-Grüne ist Zion nun ein Held. Derweil sorgt Waltraud Lehn im Berliner Parlamentsbetrieb für Furore. Bei den Redeauftritten der SPD-Frau aus Marl verzeichnet das Bundestagsprotokoll öfter "Heiterkeit". Jüngst berichtete Lehn über ihren Onkel Otto. "Onkel Otto war unser Hausschwein." Immer wenn es Futter gab, sei Onkel Otto gezwungen gewesen, den Trog im Nachbarstall aufzusuchen. "Wie der Müntefering", rief FDP-Generalsekretär Dirk Niebel belustigt dazwischen. Doch das ging schief. Lehn schilderte, wie die Tür zum Nachbarstall aus baulichen Gründen verlegt wurde und Onkel Otto deshalb ständig gegen die Wand raste. "Und was machen Sie“", triumphierte Lehn in Richtung Niebel: "Sie knallen ständig mit der Birne vor die Wand." Daher könne sie die FDP nur "dringend auffordern, einmal zur Kenntnis zu nehmen: Es gibt Türen." Vorher hatte Lehn schon über ihre Tante Käthe fabuliert. Und die Abgeordneten dürfen sich auf neue Folgen der Familiensaga freuen - Lehn hat zehn Geschwister.