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| 02:34 Uhr

Geflügelpest im Spreewald ausgebrochen

Lieberose. In einem Putenzuchtbetrieb in Alt Zauche-Wußwerk (Amt Lieberose/Oberspreewald) ist die Geflügelpest ausgebrochen. Unverzüglich sollen fast 45 000 Tiere getötet werden. Inzwischen erreichte die Tierseuche auch den Elbe-Elster-Kreis. Dörte Hellwig und Birgit Rudow

Der Geflügelpesterreger H5N8 ist in dem Bestand eines Putenzuchtbetriebes in Alt Zauche-Wußwerk nachgewiesen worden. Wie der Landkreis Dahme-Spreewald mitteilt, hat seine Veterinärbehörde die unverzügliche tierschutzgerechte Tötung des Bestandes - fast 45 000 Tiere - angeordnet. Zudem wurden ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet.

Die Putenfarm hatte am Montag erhöhte Tierverluste gemeldet. Proben wurden entnommen und durch das Landeslabor Berlin-Brandenburg untersucht. Das Friedrich-Löffler-Institut als Nationales Referenzlabor bestätigte am Mittwoch die hochpathogene Form der Aviären Influenza, der Geflügelpest. Die Ursache für den Ausbruch ist noch nicht bekannt.

Ein Sperrbezirk mit einem Radius von mindestens drei Kilometern wurde eingerichtet. In ihm gelten Einschränkungen für Halter und Vermarkter von Geflügel. Die Jagd auf Federwild ist verboten. Zudem wurde ein Beobachtungsgebiet ausgeschildert. Es erstreckt sich bis in die Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße.

Inzwischen erreichte die Geflügelpest auch den Elbe-Elster-Kreis. In Elsterwerda wurde der Subtyp H5N8 bei einer Saatgans festgestellt. Das Veterinäramt leitete alle vorgeschriebenen Maßnahmen ein. Wie das Amt informierte, wurde der Verdacht bereits am vergangenen Freitag festgestellt. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hat zunächst den Subtyp H5N8 nachgewiesen. Ob es sich um die hoch krankheitserregende Variante des Virus handelt, wird derzeit am Friedrich-Löffler-Institut untersucht, so der Landkreis.

Das Veterinäramt hat die in diesem Fall vorgeschriebenen Maßnahmen eingeleitet. Dazu gehört die Festlegung eines Sperrbezirkes und eines Beobachtungsgebietes um den Fundort des infizierten Wildvogels. Der Sperrbezirk umfasst genauso wie im Fall aus dem Spreewald ein Gebiet im Radius von einem Kilometer und das Beobachtungsgebiet im Radius von drei Kilometern um den Fundort. "In diesem Bereich sind 236 Geflügelhalter betroffen", so Elbe-Elster-Pressesprecher Torsten Hoffgaard.