In der Waldschutzprognose des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde (LFE) werde unter anderem der Fadenwurm genannt, ein Kiefernschädling aus Asien, der die Bäume in relativ kurzer Zeit zum Absterben bringe. Wegen der Ausdehnung in Portugal soll die Überwachung im gesamten EU-Gebiet erhöht werden. In Brandenburg ist unter anderem wegen des hohen Kiefernanteils und relativ hoher Sommertemperaturen von einer hohen Gefahr auszugehen, wird erläutert.

Neu sei ein landesweit auffälliges Absterben von Eschentrieben. Die Ursachenforschung sei vom LFE verstärkt worden. Derzeit werde davon ausgegangen, dass sowohl ein neuer Pilzschädling als auch witterungsbedingte Faktoren eine Rolle spielten.

Die üblichen Forstschädlinge würden in diesem Jahr wenige Anlass zur Besorgnis geben. Deshalb könnte auf eine chemische Bekämpfung weitgehend verzichtet werden. Allerdings gebe es eine immer größere Fläche, die vom Eichenprozessionsspinner befallen sei.

Die Raupen dieses Wärme liebenden Schmetterlings gefährden bei mehrmaligem Blattfraß die Eichenbestände, heißt es. Gleichzeitig gebe es eine hohe Gesundheitsgefahr für den Menschen durch die Gifthaare. Sie können Haut-, Atemwegs- und Augenreizungen hervorrufen. Der Einsatz von Insektizid werde vorbereitet.

Wenig zu melden gebe es von Nadelfressern der Kiefer. Für diese Arten waren laut Mitteilung warme Sommer und das fast hochsommerliche Frühjahr 2007 sehr ungünstig. Die Überwachungen in den Wintermonaten hätten gezeigt, es seien nur kleinflächig Pflanzenschutzmaßnahmen in Kiefernbeständen notwendig. dpa/mb