Im Vorjahreszeitraum waren es 1076. "Der warme und ungewöhnlich milde Winter macht sich auch mit einer steigenden Zeckenpopulation bemerkbar", erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage.

Das Ministerium rät dazu, besonders Kinder nach einem Spaziergang gründlich abzusuchen und Zecken mit einer speziellen Zange oder Karte zu entfernen. Bleibe der Kopf des Parasiten stecken, könnten die Borrelien leichter übertragen werden, hieß es.

Gab es 2012 laut Ministerium 920 Borreliose-Fälle, stieg die Zahl der Erkrankungen 2013 auf 1325. Die meisten Infektionen - 264 - wurden aus dem Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gemeldet, gefolgt von der Stadt Dresden mit 219 Fällen. Die Spinnentiere gelten auch als Überträger der gefährlichen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die das Nervensystem angreift. 14 Fälle meldet die LUA bisher - und damit doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.