Unter den Häftlingen befanden sich überwiegend willkürlich Verhaftete, wie Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) in seiner Gedenkrede betonte. In Jamlitz war bis Kriegsende 1945 ein Außenlager des KZ Sachsenhausen eingerichtet. Anschließend pferchte dort die sowjetische Besatzungsmacht rund 10 200 Zivilisten zusammen. Laut des Veranstalters der Gedenkstunde, die „Initiativgruppe Internierungslager Jamlitz“, war die Todesrate in dem Lager eine der höchsten unter allen sowjetischen Speziallagern. (dpa/bw)