Dessen Leiterin Alexandra Hildebrandt verwies gestern bei der Präsentation der Opferliste auf die Vorläufigkeit aller bisherigen Zahlen. Berlin begeht heute mit einer Vielzahl von Veranstaltungen den 47. Jahrestag des Mauerbaus vom 13. August 1961.
Über die Zahl der Opfer an Mauer und Stacheldraht während der deutschen Teilung wird seit Jahren gestritten. Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZFF) und die Gedenkstätte Berliner Mauer hatten kürzlich die Zahl von 136 Menschen genannt, die zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer getötet oder dort in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben gekommen seien. Die Wissenschaftler halten die Angaben des Mauermuseums für viel zu hoch. Hans-Hermann Hertle, Leiter des entsprechenden ZFF-Projekts, sprach von einer „Rekordjagd“ Hildebrandts bei der Zählung der Opfer.

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(dpa/AFP/ab)