In der Neiße-Stadt stand die Front fast zwei Monate lang. Bei den Kämpfen wurden 1945 drei Viertel von Forst zerstört. Im polnischen Gubin wurde am Mittag ein Gedenkstein für die Opfer des Krieges enthüllt. Daran nahm auch Gubens Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner teil. Am Abend versammelten sich Christen in der Gubener Klosterkirche unter dem Motto „Frieden im Land“ .
In Sedlitz setzten Jugendliche in einem Gottesdienst mit weißen Rosen ein Zeichen der Erinnerung. In Lübbenau hatte ein Forum gegen Rechtsextremismus zu der Aktion „Meine weiße Rose für Menschlichkeit“ aufgerufen. Dazu waren fast überall in der Altstadt weiße Rosen erhältlich. In Herzberg ludt die evangelische Kirche in St. Marien zu einer Lesung von Nachkriegsliteratur ein, die mit Orgelmusik untermalt wurde. Bereits am Vorabend des Tages der Befreiung besuchten der Nehesdorfer Pfarrer Klaus Geese und seine Konfirmanden aus Finsterwalde Süd und Staupitz die Gedenkstätte des verlorenen Zuges in Tröbitz und den jüdischen Friedhof.
In Luckau wurde nach jahrelangem Rechtsstreit mit der Künstlerin gestern das Mahnmal für die Opfer von Gewalt auf dem Bebelplatz in einer bewegenden Feierstunde eingeweiht. Daran nahmen auch Pfadfinderinnen aus der polnischen Partnerstadt Slawa teil, die mit einer Delegation von Veteranen nach Luckau gekommen waren.
In Lübben fand eine Gedenkveranstaltung auf der Schlossinsel statt. Im Anschluss wurde die Veranstaltung mit einem Vortrag des Lübbener Historikers Rolf Ebert fortgesetzt.
In Trebendorf gedachten die Menschen auf dem sanierten russischen Ehrenfriedhof der Gefallenen. An der Veranstaltung nahm auch die Konsulin der Russischen Förderation in Sachsen, Valentina Guchkowa, teil. Sie dankte den Trebendorfern für den Erhalt der 106 Gräber. Dort sollen etwa 500 gefallene russische Soldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. In Hoyerswerda, Lauta und Bernsdorf gedachten zahlreiche Menschen des 8. Mai 1945.