"Ich bin aber für alles, was Menschen befreit und von Entfremdung löst."

In der Diskussion warnte Gauck vor einer pauschalen Kritik an Staat und Politik. "Es ist ein Problem, dass sich auf Kirchentagen die Sehnsucht nach dem Frieden auf zu banale Weise in Forderungen an die Politik entlädt." Falsch wäre es, so zu tun, als wäre der Kapitalismus an allen Übeln der Gesellschaft schuld. Es fehle eine Vision, wie man Dinge anders machen könne, so Gauck. "Aber der prophetische Prediger darf sich nicht so fühlen, als wäre er der bessere Politiker."