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Ganz Deutschland diskutiert über die Kohle

Cottbus/Berlin. Berlin fürchtet um die Reinheit seines Trinkwassers. 2014 seien am Spreezufluss zum Müggelsee mehrfach Werte von mehr als 300 Milligramm Sulfat pro Liter gemessen worden, sagte Stefan Natz von den Berliner Wasserbetrieben der LAUSITZER RUNDSCHAU. sim/jmf

Für Trinkwasser gilt eine Grenze von 250 Milligramm. Ingolf Arnold, Chefgeotechniker des Lausitzer Bergbaubetreibers Vattenfall, führt dies auf das trockene Jahr zurück. Weniger Wasser - höhere Sulfatkonzentration.

Ganz andere Sorgen trieben Verdi-Chef Frank Bsirske am Osterwochenende um. Er fürchtet, dass die von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ins Spiel gebrachte Sonderabgabe auf alte Kohlekraftwerke bis zu 100 000 Arbeitsplätze in der Lausitz und im rheinischen Revier kosten könnten.

Der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall Europe Mining & Generation, Hartmuth Zeiß, warnte unterdessen vor einer größer werdenden Verunsicherung. In seinem Beitrag für die RUNDSCHAU-Serie "Lausitz 2030" schreibt er: "Das Vertrauen in die energiewirtschaftliche Vernunft schwindet. In einer so ungewissen Situation ist es seriös nicht möglich, die Chancen der Lausitz für 2030 zu bemessen." Bericht und Gastbeitrag Seite 3