Es ist bereits das dritte Mal, dass das Vorhaben des Vizekanzlers nicht der Ministerrunde vorgelegt wird. Dem Vernehmen nach soll das Kanzleramt noch Abstimmungsbedarf haben. Verknüpft mit dem Gesetz ist die Einberufung einer Atom-Kommission. Sie soll im Auftrag der Bundesregierung nach Alternativen bei der Finanzierung des Atomausstiegs suchen. Im Gespräch sind ein Stiftungsmodell und ein Fonds.

Derzeit durchleuchten in Gabriels Auftrag auch Wirtschaftsprüfer die Bücher der Atomkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW. Dieser "Stresstest" soll zeigen, ob die für die Kosten des Atomausstiegs gebildeten Rückstellungen von 38,5 Milliarden Euro für Abriss und Endlagerung des Atommülls ausreichen.