Seoul erhöhte seine Alarmbereitschaft wegen möglicher Cyber-Angriffe aus dem Norden. Chinas Außenminister Yang Jiechi telefoniert mit US-Außenministerin Hillary Clinton und seinem südkoreanischen Kollegen Kim Sung Hwan, um sich über die veränderte Lage in Nordkorea abzustimmen. Dabei seien „enge Kontakte“ vereinbart worden, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking.

China ist der wichtigste Verbündete Nordkoreas. Das isolierte Land ist dringend auf Hilfe aus dem Reich der Mitte angewiesen. Peking fürchtet Experten zufolge eine Destabilisierung oder politische Umwälzung des Landes, die mit einem Flüchtlingsstrom einhergehen könnte.

Die Lage sei „gefährlich“, denn wenn es bei der Machtübergabe an Kims Sohn Probleme geben sollte, „könnte alles im Chaos enden“, sagte Professor Joseph Cheng von der Universität in Hongkong. Chinas Staatschef Hu Jintao besuchte am Dienstag zum Zeichen der Anteilnahme die Botschaft Nordkoreas in Peking.

Außenminister Yang rief das nordkoreanische Volk unterdessen auf, sich hinter Kim Jong Un zu vereinen.