Zu den rund 50 Exponaten zählt beispielsweise eine Bierkrugsammlung. Der älteste Krug stamme aus dem 17. Jahrhundert, sagte Stadtmuseums-Chef Guido Strohfeldt. Gezeigt würden auch eine Flaschensammlung sowie Handwerkszeug, das beispielsweise Böttcher zum Herstellen von Fässern benutzten. "Das lag bisher alles im Magazin des Stadtmuseums und war nicht zu sehen", so Strohfeldt.

Fürstenwalde war im Mittelalter nach Bernau die zweitgrößte Braustadt in Brandenburg. Es gab etliche Brauereien. Die Bier-Produktion ist bis in das 15. Jahrhundert nachweisbar. Ende des 19. Jahrhunderts ließ sich ein Japaner in Fürstenwalde ausbilden. Er gründete später in Sapporo eine Brauerei, die nach der Fürstenwalder Rezeptur braute.

Nach Jahrzehnten der Abstinenz können die Fürstenwalder inzwischen auch in ihrer Stadt gebrauten Gerstensaft trinken. Die ebenfalls im Alten Rathaus befindliche private RHB Rathausbräu GmbH wurde im vorigen Jahr eröffnet.

Das Brauereimuseum ist im Winter dienstags bis samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet, sonntags von 12 bis 16 Uhr. In der Sommersaison verlängert sich die Öffnungszeit um eine Stunde.