Entsprechend einer vor rund sechs Wochen geschlossenen Vereinbarung zwischen Land und Landesarbeitsamt könnten rund 1000 Arbeitslose die Entkernung von Wohngebäuden übernehmen, teilte das Bauministerium in Magdeburg mit.
Die Vereinbarung zwischen Land und Arbeitsamt gilt für ein Jahr, soll aber im Erfolgsfall fortgesetzt werden. Für 2003 stellt das Arbeitsamt im Rahmen von Strukturanpassungsmaßnahmen (SAM) 5,2 Millionen Euro zur Verfügung.
Das Geld erhalten Betriebe, die nach Ausschreibungen Abrissarbeiten übernehmen und dafür zeitlich befristet Arbeitslose einstellen. Die Vermittlung erfolgt über das Arbeitsamt.
In Sachsen-Anhalt stehen rund 240 000 Wohnungen leer. Das sind mehr als 15 Prozent des Gesamtbestandes. Im Rahmen des so genannten Stadtumbaus Ost sollen im Land bis zu 100 000 Wohnungen abgerissen werden, darunter viele in Plattenbauten. Betroffen sind etwa Stadtteile in Halle, Magdeburg, Stendal oder Wolfen. (dpa/wie)