PRO OBERGRENZE
"Große Bargeldsummen können leicht zur Terrorfinanzierung genutzt werden, da besteht ein Risiko", sagt Eurogruppenchef Jeroen Dijssel bloem.

Laut Bundesfinanzministerium spielt sich der weit überwiegende Anteil an Bargeldgeschäften unterhalb der diskutierten Schwellen ab. Im Alltag wäre eine solche Begrenzung kaum zu spüren. Eine Zahlungsgrenze beträfe keine alltäglichen Transaktionen zwischen Privatleuten, sondern mit Gewerbetreibenden.

Bargeld-Geschäfte hinterlassen kaum Spuren - und eignen sich deshalb ideal für Kriminelle. Mehr als 100 Milliarden Euro im Jahr werden einer Studie des Wissenschaftlers Kai Bussmann zufolge jährlich in Deutschland "gewaschen".

Die Anti-Korruptionsorganisation Transparency International nennt Bargeld-Obergrenzen sinnvoll, um auch Schattenwirtschaft zu bekämpfen.

KONTRA OBERGRENZEN

Die in anderen europäischen Ländern bestehenden Bargeld-Obergrenzen hätten bisher auch wenig ausgerichtet im Kampf gegen Schwarzgeld, organisierte Kriminalität und Terror.

Schattenwirtschafts-Experte Friedrich Schneider von der Uni Linz rechnet mit wenig Effekten. Bei einem Limit von 5000 Euro könnte die Schwarzarbeit nur um ein Prozent zurückgehen.

Der Ex-Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hält Beschränkungen von Bargeldzahlungen für verfassungswidrig - es wären Eingriffe in Freiheitsrechte.

Eine gesetzliche Bargeldobergrenze und der Zwang, auf elektronische Zahlungsmittel zurückzugreifen, bedeutete stärkere Reglementierung.

Beim Kauf von Gebrauchtwagen etwa würde eine Bargeldobergrenze problematisch.