Die Qualität der Betreuung müsse aber verbessert werden. Die SPD wolle darum nach der Landtagswahl im September zunächst den Betreuungsschlüssel für Krippenkinder mit gut 17 Millionen Euro verbessern. Für die oppositionelle Linksfraktion forderte Gerrit Große einen Stufenplan. Mehrere Initiativen streiten für bessere Betreuungsschlüssel sowie mehr Zeit für Kita-Leiterinnen."Wir können uns nicht alles leisten, was wir uns wünschen", sagt Rupprecht im Parlament achselzuckend. Auch auf seinem Zettel stünden etwa bessere Arbeitsbedingungen für die Kita-Leiterinnen ganz oben. Und Große wirbt als erste Maßnahme für die schnelle Aufstockung des Betreuungsschlüssels für Krippenkinder. Das Geld sei da, ebenso wie die Erzieherinnen, die ja oft nur Teilzeit arbeiten würden. "Natürlich wäre es schön, wenn wir mehr Vollzeitkräfte hätten", sagt Ute Günzel von den Initiatoren der Kita-Initiative Brandenburg. Viele Erzieherinnen seien aber schon nach sechs Stunden geschafft von Stress und Lärmbelastung. "Außerdem ist der Arbeitsmarkt leer gefegt." Der Beruf sei nun einmal wenig attraktiv: zu schlecht bezahlt, kaum Aufstiegsmöglichkeiten und schlechte Arbeitsbedingungen. "Wir kämpfen ja noch nicht einmal für mehr Gehalt - was sehr gering ist - sondern für bessere Bedingungen für die Kinder."Rund 5000 Briefe, in denen die Ziele der Kita-Initiative unterstützt werden, sind in der Staatskanzlei eingegangen. dpa/ta