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Für mehr Wettbewerbsgleichheit

Berlin/Dresden. Der Handel in Berlin dringt im Kampf gegen die Online-Konkurrenz auf eine weitere Freigabe der Öffnungszeiten am Sonntag. "Wir wollen behandelt werden wie andere touristische Player auch und sehen keinen Grund, warum man das regulieren muss", sagte Nils Busch-Petersen, der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg. dpa/fh

Er verwies auf Gaststätten und Hotels, die sonntags Kunden empfangen. Einzelhändler dürfen in Berlin ihre Geschäfte dagegen an bis zu zehn Sonntagen im Jahr öffnen - es ist jedoch bundesweit die weitgehendste Regelung. "Der Online-Handel profitiert davon, dass uns am siebten Tag die Hände gebunden sind", sagte Busch-Petersen.

"Wir brauchen Wettbewerbsgleichheit." Angestoßen hatten die neue Ladenschluss-Debatte Karstadt, Kaufhof, große Einkaufszentren und andere Händler mit ihrer Initiative "Selbstbestimmter Sonntag". Der Senat, die Kirchen und die Gewerkschaft Verdi wiesen die Forderung zurück.

In Sachsen stößt der Vorstoß der großen Warenhausunternehmen für eine weitere Freigabe der Öffnungszeiten an Sonntagen größtenteils auf taube Ohren. Er sehe "weder die Notwendigkeit, den Sinn, noch die Möglichkeit einer Änderung", sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Gewerkschaften und evangelische Kirche winkten ebenfalls ab.