In einer Patientenverfügung können Menschen festlegen, wie sie am Ende ihres Lebens behandelt werden wollen. Dabei müssen sie so konkret wie möglich sein, entschied der Bundesgerichtshof im Sommer.

Deswegen sollten schon vorhandene Verfügungen überprüft und neue mit Expertenhilfe ausgefertigt werden. Die Patientenverfügung richtet sich grundsätzlich an den behandelnden Arzt und beinhaltet konkrete Maßnahmen, die im Ernstfall Anwendung finden sollen. Sie sollte auch eindeutige Erklärungen beinhalten, die eine mögliche Organspende betreffen.

Wichtig ist auch eine Vorsorgevollmacht. Ein Unfall, ein Herzinfarkt, eine größere Operation oder andere Krankheiten und Behinderungen können jeden Menschen unerwartet treffen. Dies kann dazu führen, zeitweilig oder auf Dauer nicht mehr aus eigener Kraft entscheiden und handeln zu können. Wenn eigenverantwortliches Handeln nicht mehr möglich ist, müssen persönliche Entscheidungen von anderen getroffen werden. Jedoch können Ehepartner und andere Verwandte nicht automatisch rechtlich wirksame Entscheidungen für den Betroffenen treffen. Wer hier nichts tut, für den bestimmt das Betreuungsgericht einen gesetzlichen Betreuer. Mit einer Vorsorgevollmacht hingegen kann man selbst eine Vertrauensperson - Ehegatte, Kind oder Freund - benennen.

Ihre Fragen zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht beantworten beim RUNDSCHAU-Telefonforum heute von 15 bis 17 Uhr die Notare der Notarkammer Brandenburg:

Anke Richter (Tel. 481 393)

Corry Rosanski (Tel. 481 394

Dr. Frank Caspar (Tel. 481 395)

Dr. Jörg Plagemann (Tel. 481 396).

Die Vorwahl für Cottbus lautet: 0355.