Bei Schienenlärm seien 21 300 Anwohner betroffen, bei Fluglärm 2100.

Das Land habe den Lärmschutz in der Vergangenheit aber an besonders lauten Straßen in klammen Kommunen mit Mitteln des Konjunkturpaketes II gefördert. 15 Millionen Euro seien unter anderem für leisere Fahrbahndecken und Lärmschutzwände bereitgestellt worden.

In Modellprojekten in Chemnitz und Dresden wurde offenporiger und damit lärmarmer Asphalt beim Straßenbau eingesetzt. Das Ministerium setze sich beim Bund dafür ein, dass die Lärmsanierung an allen hochbelasteten Straßen in der Zuständigkeit von Kommunen auch nach dem Konjunkturpaket II durch ein langfristiges Finanzierungskonzept abgesichert wird. Die Umweltminister der Länder hätten den Bund wiederholt um Gespräche für ein solches Konzept gebeten.

Der Sächsische Städte- und Gemeindetag beklagt, wegen der unterschiedlichen Zuständigkeiten für die Straßen stießen die Kommunen immer wieder an Grenzen. So würden sich einige Orte von der Bahn mehr Engagement für den Lärmschutz an Bahnstrecken wünschen. Lichtenau südlich von Chemnitz habe sich außerdem für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf einem Abschnitt der Autobahn A4 eingesetzt. Dies sei aber vom zuständigen Landesamt für Straßenbau abgelehnt worden.