"Ein Entzug der Fahrerlaubnis hätte dagegen schon spürbare Auswirkungen." Im Einzelfall solle das jeweilige Gericht entscheiden.

Bisher wird der Führerschein nur für Verkehrsdelikte entzogen - etwa für viel zu schnelles Fahren. Das Justizministerium will einer Sprecherin zufolge "keine Einschränkung" mehr. Es läge damit vollständig im Ermessen der Richter, ob ein Fahrverbot die richtige Strafe ist.

Auch Väter und Mütter, die sich um Unterhaltszahlungen drücken, könnten dann mit einem bis zu sechsmonatigen Fahrverbot bestraft werden. Eine Sprecherin des Bundesfamilienministerium sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland, ihr Haus begrüße den Referentenwurf. Durch solche strafrechtlichen Sanktionen könne das Bewusstsein für die elterliche Verantwortung geschärft werden. Der ADAC lehnt das Vorhaben des Bundesjustizministeriums ab. Die Strafe träfe nur Menschen hart, die auf ein Auto angewiesen seien.