"Um eine nachhaltige Wirkung im Verhalten von Verkehrssündern zu erreichen, werden ertappte Autofahrer unmittelbar nach ihren Verkehrsverstößen angehalten", kündigte Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) gestern in Potsdam an.
Die "Frühjahrsaktion gegen Verkehrssünder" richte sich vor allem gegen Missachtung der Vorfahrt, falsches Überholen, Fahren bei rotem Ampellicht und Drogen im Straßenverkehr. Dies seien die häufigsten Ursachen für Verkehrsunfälle, erläuterte das Ministerium. Die Polizei werde bei der Aktion von Kräften der Landeseinsatzeinheit unterstützt. Ziel sei eine positive Verkehrsunfallentwicklung und Reduzierung von tödlichen Unfällen.
Auf Brandenburgs Straßen sind laut Ministerium im vergangenen Jahr 359 Menschen getötet worden. Das ist die zweithöchste Todesrate aller Bundesländer. Im Januar sei die Zahl der Verkehrstoten um knapp 13 Prozent auf 27 ge stiegen. Vor allem in Ortschaften stieg die Zahl der Verkehrstoten 2002 um 17 Prozent, heißt es. Flächendeckenden Kontrollen seien für die Sicherheit alle Verkehrsteilnehmer unverzichtbar. (dpa/wie)