Der ehemalige Berliner Flughafens Tempelhof dient nun als Notunterkunft für Flüchtlinge. Am späten Sonntagabend zogen die ersten Flüchtlinge im Hangar 1 ein. Ein Bus hatte knapp 60 Menschen aus Bayern gebracht. In Windeseile war das Gebäude zuvor mit dem Nötigsten ausgestattet worden. Angesichts des weiter großen Flüchtlingsandrangs hatte Berlin am Samstag 500 Schlafplätze am Flughafen hergerichtet. Die Sozialverwaltung hatte die Asylsuchenden schon früher am Wochenende erwartet.

Unter Hochdruck hatten Mitarbeiter von Bundeswehr, und Feuerwehr am Samstag unter Hochdruck die rund 70 Zelte wieder aufgebaut, die davor auf dem Gelände der Kaserne in Spandau aufgestellt waren. Die Zelte trennen die dort montierten Betten voneinander ab und sollen für mehr Privatsphäre sorgen. Betreiber der neuen Notunterkunft ist laut Senatsverwaltung die Tamaja GmbH.

Die Sanitäranlagen vor Ort sind noch nicht vollständig: So sollen am Montag Toilettencontainer aufgestellt werden. Duschcontainer fehlen allerdings vorerst. Deshalb stünden übergangsweise die Duschen des nahe gelegenen Columbia-Bades zur Verfügung, sagte eien Sprecherin.

In der Nacht zum Montag erwartet die Sozialverwaltung drei weitere Busse aus Bayern mit insgesamt rund 150 Menschen. Zudem soll ein Zug mit rund 450 Menschen ankommen. Auch in der darauffolgenden Nacht werde ein Zug aus Freilassing in Schönefeld erwartet, hieß es.