"Ich helfe den jungen Leuten, dass sie nicht von gerissenen Bauherren über den Tisch gezogen werden", wird Schneider zitiert. Er unterstütze sie in technischen Fragen, bei Kreditanträgen mit Banken und bei komplizierten Finanzierungen. "Mir macht keiner was vor", so Schneider: "Wenn einer wie ich mal 5,4 Milliarden Mark von Banken kassiert hat, der weiß auch heute noch, wie die Geschäfte mit den Banken laufen."

Schneider besaß einst viele schöne Bauwerke - etwa die Mädlerpassage in Leipzig. Mitte der 90er-Jahre fahndete die Polizei weltweit nach ihm: Er hatte in den 1990er-Jahren für die Sanierung von meist spektakulären Immobilien in Ost und West Milliardenkredite bei Banken erschlichen. Zurück blieb ein Milliarden-Schuldenberg.

Schneider tauchte ab, im Mai 1995 wurde er in Florida verhaftet. Das Landgericht Frankfurt verurteilte ihn 1997 wegen Betrugs zu sechs Jahren und neun Monaten Haft. Davon musste er einen Teil absitzen.