Bis zu minus 2,5 Grad habe das Thermometer in manchen Lagen angezeigt. Den Trauben hätten die Temperaturen zwar wenig ausgemacht, allerdings sei nun nicht mehr mit einer weiteren Reife zu rechnen. Der Zuckergehalt in den Trauben - das sogenannte Mostgewicht - werde durch die kalten Temperaturen nicht mehr weiter steigen. "Nun heißt es ernten und mit dem zufrieden sein, was wir haben", so Reiner. Die vorläufige Erntebilanz sieht laut Weinbauverband gut aus. Reiner hoffte für das sächsische Anbaugebiet auf einen durchschnittlichen Ertrag von etwa 50 Hektoliter pro Hektar. Im Schnitt lag die Ausbeute in den vergangenen zehn Jahren bei etwa 43 Hektoliter. Von Winzer zu Winzer sei die Lage aber verschieden. Während auf dem Weingut Schloss Proschwitz die Ernte überdurchschnittlich ausfalle, müsse die Winzergenossenschaft Meissen dagegen größere Ausfälle durch Hagelschäden hinnehmen. Das Staatsweingut Schloss Wackerbarth zeigte sich bisher zufrieden mit dem Ertrag.