Die vierte Welle der Corona-Pandemie ist in vollem Gange. Mit einem Wert von 962,5 ist Thüringen aktuell nach Sachsen das Bundesland mit der zweithöchsten Sieben-Tage-Inzidenz. Das Thüringer Kabinett hat daher eine 2G-Pflicht für weite Teile des öffentlichen Lebens eingeführt. Von der neuen Regelung sind auch sogenannte „körpernahe Dienstleistungen“, wie Friseure betroffen. Welche Corona-Regeln gelten also jetzt bezüglich Maskenpflicht, Test und Co. für Geimpfte und Ungeimpfte beim Friseurbesuch?

2G beim Friseur: Aktuelle Corona-Regeln in Thüringen

Angesichts der hohen Corona-Zahlen erklärte Ministerpräsident Bodo Ramelow: „Unser Gesundheitssystem ist am Leistungslimit angekommen.“. Für körpernahe Dienstleistungen, wie z. B. Friseure wird daher die 2G-Regel eingeführt.
Die 2G-Regel besagt, dass nur noch Geimpften und Genesenen der Zutritt gewährt wird. Wer lediglich einen negativen Corona-Test vorweisen kann, wird nicht eingelassen.

PCR-Test, Schnelltest und Maskenpflicht beim Friseurbesuch in Thüringen?

Im Rahmen der 2G-Regel ist der Friseurbesuch in Thüringen nur noch für Genesene und Geimpfte möglich. Daher reicht es aus, wenn diese ihren Geimpft- bzw. Genesenenstatus nachweisen können, ein zusätzlicher Test ist nicht nötig. Auch die Masken- und Abstandsregeln entfallen in der Regel bei 2G.

2G beim Friseur in Thüringen: Ausnahmen für Kinder und Jugendliche

Ausgenommen von 2G sind Kinder, Jugendliche und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Sie erhalten Zutritt mit einem negativen Schnelltest.

2G-Pflicht gilt nicht für Beschäftigte

Dem Kabinettsbeschluss war eine Diskussion darüber vorangegangen, in welchen Bereichen die 2G-Pflicht gelten soll. Zunächst waren Ausnahmen für öffentliche Veranstaltungen und Messen vorgesehen, wurden dann aber verworfen. Der Einzelhandel jedoch bleibt auch nach dem Kabinettsbeschluss von der Pflicht ausgenommen – in Sachsen wurde sie derweil beschlossen. Die 2G-Pflicht in Thüringen gilt vor allem für Gäste, Kunden und Besucher, nicht aber für Beschäftigte. Ein ungeimpfter Friseur etwa, in dessen Salon eine 2G-Pflicht für Gäste besteht, kann alternativ auch einen negativen PCR-Test vorweisen, um weiter seiner Arbeit mit Kundenkontakt nachgehen zu können.